Jugendeigene Medien online gleich behandeln

Zeitungen und Zeitschriften, die von Jugendlichen für Jugendliche herausgegeben werden, dürfen auch Jugendliche als Verantwortliche im Sinne des Presserechts (V. i. S. d. P.) benennen. Eine entsprechende Regelung findet sich in allen Presse- bzw. Mediengesetzen der Länder. Will eine Redaktion die gleichen Inhalte online verbreiten, muss sie jedoch einen volljährigen Verantwortlichen im Sinne des Rundfunkrechtes benennen. Ein Umstand, den es zu verändern gilt. Dazu ist eine Änderung des Staatsvertrages über Rundfunk und Telemedien (RStV) nötig. Der regelt, neben dem Telemediengesetz (TMG), wie online erscheinende (Jugend)Medien zu kennzeichnen sind. Dort heißt es in Paragraf 55 Absatz 2 Satz 3: „Als Verantwortlicher darf nur benannt werden, wer (…) 3. voll geschäftsfähig ist (…).“ In Anlehnung bspw. an Artikel 5 Absatz 4 des Bayerischen Pressegesetzes (BayPrG) könnte als Satz 4 ergänzt werden: „Satz 3 Nr. 3 gilt nicht für Telemedien, die von Jugendlichen für Jugendliche angeboten werden.“ Auf diesem Weg ließe sich eine Ungleichbehandlung beenden, die schon im Mediendienste-Staatsvertrag, dem Vorgänger des RStV, enthalten war. Eine...
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Wir sind medienclan.de: Drei Fragen an Clara Baker

Wir sind medienclan.de: Drei Fragen an Clara Baker

Wann hast du Jugendradio gemacht? Am liebsten wäre ich direkt in der Schule eingestiegen (2008) – nur nach den ersten drei Sendungen wurde mein damaliges Schulradio vom unserem Schulrektor wieder verboten. Scheinbar zu viel Lärm in den Pausen und kein ausgereiftes Konzept. Nun denn, dafür habe ich die Chance während meinem Studium genutzt und war Redakteurin beim Campus Radio Mannheim-Heidelberg (2011). Der Online-Kanal war für uns sehr wichtig, denn wir haben hauptsächlich über den digitalen Livestream gesendet! Unsere Webseite war nach Sendungen und Ressorts unterteilt und wurde regelmäßig mit aktuellen Sendungen und Zusätzen erweitert. Was hast du während deiner Zeit gelernt, was dir heute im Job hilft? Wie viel Spaß und Freude gemeinsames Recherchieren, Interviewen und investigatives Vorgehen macht! Auch wenn die Redaktionsorganisation nicht immer einfach war, so waren wir doch immer stolz auf unser Endprodukt. Dabei habe ich ebenso viel theoretisches journalistisches Know-how mitgenommen, als auch praktische Erfahrung gesammelt. Besonders gefällt mir das (audio-) visuelle Arbeiten. Für meinen heutigen Job bildete...
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Wir sind medienclan.de: Drei Fragen an Roman Kindl

Wir sind medienclan.de: Drei Fragen an Roman Kindl

Wann hast du Schülerzeitung gemacht und hatte deine Schülerzeitung bereits einen Online-Auftritt? Ich habe Schülerzeitung von 2005 bis 2009 gemacht – und zwar den HUGO am Paul-Pfinzing-Gymnasium Hersbruck. Wir hatten zeitweise einen Online-Auftritt, der mit Joomla! umgesetzt war. Aufgrund mangelnden Interesses der Redaktion wurde dieser aber wieder eingestellt. Was hast du während deiner Zeit in der Schülerzeitung gelernt, was dir heute im Job hilft? Vor allem, wie man druckfertige PDFs abliefert und mit Content-Management-Systemen wie WordPress, Drupal und Joomla! umgeht. Was müssen Schülerzeitungsredaktionen tun, wenn sie mit ihrer Zeitung online gehen wollen? Ihr müsst zuerst entscheiden, welchem Zweck euer Online-Auftritt dienen soll. Wenn er lediglich eure gedruckte Schülerzeitung begleiten soll, kommt ihr mit viel weniger Aufwand aus, als wenn ihr eine vollwertige Online-Schülerzeitung machen wollt. Erst mit einem durchdachten Konzept solltet ihr alles weitere angehen, etwa die Auswahl der technischen Basis, des Webhosters, der Rubriken usw. Auch die Finanzierung eures Online-Auftritts müsst ihr mitbedenken.   Roman Kindl begleitete als Teamer eine bayrische Schülerzeitung dabei ihre Online-Ausgabe zu...
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Mit Internet-ABC Internetkompetenz in der Schule fördern

Mit Internet-ABC Internetkompetenz in der Schule fördern

Seit über 15 Jahren widmet sich der Verein Internet-ABC der Aufgabe, Kinder, Eltern und Pädagogen über einen sicheren Umgang mit dem Web zu informieren. Auch zahlreiche Schulen in Baden-Württemberg nutzen das Internet ABC-Angebot regelmäßig, denn die Homepage www.internet-abc.de bietet auf separaten Seiten für Kinder, Lehrkräfte und Eltern viele Informationen rund um das Internet und dessen sichere Nutzung. Die Landesanstalt für Kommunikation (LFK) ist Mitglied des Internet-ABC-Vereins und fördert das Angebot. Für Lehrkräfte wurden mit dem Lehrerheft „Mit der Klasse sicher ins Netz“ sowie vier Arbeitsheften eine konkrete Unterstützung für den Unterricht entwickelt: Die Arbeitshefte mit zahlreichen Arbeitsblättern behandeln die Themenfeldern „Surfen und Internet – so funktioniert das Internet“, „Mitreden und Mitmachen – selbst aktiv werden“, „Achtung die Gefahren! – So schützt du dich“ sowie „Lesen, Hören, Sehen – Medien im Internet“. Zusätzlich gibt es Handreichungen für Schüler und Eltern, alle Materialien werden von der LFK kostenlos zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus können Schulen kostenfrei Internet-ABC-Referenten für einen Lehrerworkshop und einen Elternabend beauftragen....
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Roboterjournalismus – was kommt da auf uns zu?

Roboterjournalismus – was kommt da auf uns zu?

In immer mehr Lebensbereichen, die ursprünglich uns Menschen vorbehalten waren, haben inzwischen auch Maschinen und Algorithmen ihren Platz: U-Bahnen fahren automatisiert, Roboter spielen Tischtennis und immer mehr Texte werden von Algorithmen geschrieben. Was ist im Journalismus jetzt schon möglich? Was wird kommen? Und was bedeutet eine zunehmende Automatisierung für die Medienbildung? Was gibt es schon? Roboterjournalismus, automatisierter Journalismus oder auch algorithmischer Journalismus beschreibt Journalismus, bei dem Nachrichten nicht mehr von Menschen, sondern von Algorithmen geschrieben werden. Die Grundlage sind Daten, die der Algorithmus nach festgelegten Regeln und Grundsätzen zu einem lesbaren Text zusammensetzt. Verschiedene Firmen, in Deutschland beispielsweise AX Semantics und Retresco, bieten solche Dienste an – auch für Medienhäuser. Bisher handelt es sich dabei vor allem um Nachrichten, deren Grundlage Fakten und Zahlen sind: Wetter, Sport und Börse. Diverse Zeitungen sollen zu den Kunden gehören. Laut einer Studie der Universität Oxford verwenden auch die meisten großen Nachrichtenagenturen in Europa automatisch generierte Texte. Was wird kommen? Da sich die Technik ständig weiterentwickelt, werden Robotertexte herkömmlichen...
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Reportagepreis für junge Journalistinnen und Journalisten 2017

Reportagepreis für junge Journalistinnen und Journalisten 2017

Die politische Lage: polarisiert. Unsere Gesellschaft: verunsichert. Journalisten: unter Druck. Derzeit braucht es dringender denn je Reporterinnen und Reporter, die ihre Leser ernst nehmen und unsere komplexe Lage in Worte und Bilder kleiden. Vor allem braucht es junge Journalistinnen und Journalisten mit Motivation und frischen Ideen. Aus diesem Grund schreiben das Netzwerk JungeJournalisten.de, die Heinrich-Böll-Stiftung und DER SPIEGEL den Reportagepreis für junge Journalistinnen und Journalisten aus. Gemeinsam suchen wir tiefe Recherchen, aufmerksame Beobachtungen und engagierte, bestenfalls multimediale Berichterstattung. Bis zum 22. August 2017 ist es möglich, sich zu bewerben. Bedingungen: Wir suchen die beste Reportage junger Journalistinnen und Journalisten in deutscher Sprache. Die Definition von Reportage ist zwar umstritten. Texte, die sicher aus der Gattung fallen, können wir aber leider nicht berücksichtigen. Die Reportagen müssen ein politisch und/oder gesellschaftlich relevantes Thema behandeln. Kriterien: Einsender(innen) dürfen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung, bei unveröffentlichten Texten zum Zeitpunkt des Schreibens, nicht älter als 30 Jahre gewesen sein. Ausgeschlossen sind Veröffentlichungen in überregionalen Zeitungen und Zeitschriften sowie deren Online-Angeboten, darunter fallen...
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BJMB-Vorstandswahlen in München

BJMB-Vorstandswahlen in München

Drei Jahre nach der Gründung der Bundesvereinigung Jugendmedienbildung wurde an der jüngsten Mitgliederversammlung des Vereins in München ein neuer Vorstand gewählt. Die Gründungsmitglieder Susann Hippler aus Weimar und Kai Mungenast aus Stuttgart stehen auch in den nächsten drei Jahren dem Netzwerk als geschäftsführender Vorstand vor. Neu wurde Vera Düwel aus Berlin in das Team gewählt. Sie löst Claudia Hammermüller aus Hamburg ab, die einstimmig ins Kuratorium berufen wurde. Vervollständigt wird der Vorstand durch die Beisitzer Andreas Spengler (Blaustein), Clara Baker (Stuttgart), Roman Kindl (Nürnberg) und Thomas Metschl (Fuchstal-Leeder). Mit der Kassenprüfung wurde Jonny Krüger aus Greifswald beauftragt. Neben den Vorstandswahlen stand der Blick auf die zurück liegenden Jahre an. Nach den Formalitäten der Gründung wurden bereits etliche Projekte der Medienbildung angestoßen und umgesetzt. Ein Schwerpunkt lag dabei auf die Unterstützung von Online-Schülerzeitungen in Bayern im Auftrag des dortigen Bildungsministeriums und in Kooperation mit der Süddeutschen Zeitung. Daneben fanden auch eigene Workshops statt, wie beispielsweise beim Katholikentag in Leizpig.  Bild: "Carmen Mlcoch" / www.jugendfotos.de, CC-Lizenz(by-nc-nd),...
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Endspurt beim Sidekick

Endspurt beim Sidekick

Wir gehen online! Im Rahmen unserer Workhop-Reihe feilen die Schülerinnen und Schüler des Adam-Kraft-Gymnasiums in Schwabach an Form und Inhalt ihrer neuen Website. Am 6. Juli wird diese im Rahmen der Abschlussveranstaltung des bayerischen Schülerzeitungswettbewerbs „Blattmacher“ in München präsentiert. Bild: Franziska Busse / CC-BY-SA...
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Der Fernseher – Fenster zur Realität?

Der Fernseher – Fenster zur Realität?

Schreiben fürs Netz Einen Online-Artikel schreiben in 45 Minuten? Dass das geht, bewies die Sidekick-Redaktion des Adam-Kraft-Gymnasiums in Schwabach. Ausgehend von einem Bild arbeiteten die Schülerinnen und Schüler in Gruppen reihum an verschiedenen Artikeln – und konnten dabei die erlernten Schreibtipps endlich selbst anwenden. Hier eines der nicht ganz ernstzunehmenden Ergebnisse unseres Schreibworkshops: Der Fernseher - Fenster zur Realität? Immer mehr Menschen verbringen ihre Zeit daheim vor dem Bildschirm. Somit gewinnen Fernsehserien, wie Realityshows, immer mehr an Bedeutung. Diese neue Fernsehkultur bringt einerseits Vorbilder hervor, andererseits einen schlechten Einfluss voller Lügen und falschen Vorstellungen mit sich. Umfrage des Sidekicks „Keeping up with the Kardashians“, „Tenniemütter“ oder „Auf Streife“ sind nur wenige Beispiele: Laut einer Umfrage der Schülerzeitung des AKGs hält jeder zweite Schüler die Fernsehwelt für die Realität. So konnten wir Ausrufe wie „Chantal hat doch nicht Benno geheiratet? Die sind doch erst 14!!!“, vernehmen. Die Jugend fällt immer weiter durch das Fenster des Fernsehers in die virtuelle Welt. Aufklärung über Fernsehinhalte Tatsächlich ist es so, dass...
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Am Puls der Zeit: Bayerische Schülerzeitungen gehen im digitalen Zeitalter online

Am Puls der Zeit: Bayerische Schülerzeitungen gehen im digitalen Zeitalter online

Staatssekretär Eisenreich bei Abschlussveranstaltung des Projekts "Digitale Schülerzeitung" - Präsentation der Online-Auftritte von bayerischen Schülerzeitungen "An unseren Schulen in Bayern hat die Digitalisierung die Schülerzeitungen erreicht. Viele sind online verfügbar, multimedial und interaktiv. Diese Entwicklung zeigt: Die bayerischen Schülerzeitungen sind am Puls der Zeit“, sagte Bildungsstaatssekretär Georg Eisenreich heute bei einem Podiumsgespräch zum Thema „Online-Schülerzeitung“ in München. Gesprächspartner des Staatssekretärs waren Susann Krieglsteiner von der Bundesvereinigung Jugendmedienbildung und Vertreter von Schülerzeitungsredaktionen. Sieben bayerische Schülerzeitungsredaktionen präsentierten im Rahmen der Abschlussveranstaltung des Projekts „Digitale Schülerzeitung“ ihre neu gestalteten Online-Auftritte. „Die Arbeit der Schülerzeitungen ist beeindruckend. Die Online-Auftritte sind ansprechend gestaltet. Was die jungen Redakteure lernen, wird ihnen für ihren weiteren Werdegang hilfreich sein. Der kompetente Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnologien ist heute eine vierte Kulturtechnik neben Lesen, Schreiben und Rechnen“, betonte der Staatssekretär. Die Jungredaktionen erstellten während des laufenden Schuljahrs eine Online-Schülerzeitung oder einen Webauftritt. Dabei wurden sie von Trainern der Bundesvereinigung Jugendmedienbildung und Journalisten der Süddeutschen Zeitung begleitet. Der Workshop wurde vom Bildungsministerium initiiert...
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